Gerechtigkeit für Hans Roth

Rund um Deutschland

Re: Gerechtigkeit für Hans Roth

Beitragvon Woodstock » 16.01.2009, 22:37

Irgendwo - ich denke bei der Berichterstattung zur Bildungsdemo - habe ich ein schönes Plakat gesehen:

PinKOCHio - Lügner Nr.1

daneben sein Konterfei mit langer, roter Nase
Kalorien sind kleine Tierchen, die nachts die Kleidung enger nähen.
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Re: Gerechtigkeit für Hans Roth

Beitragvon jkakit » 16.01.2009, 23:00

Schade, daß Du kein Foto gemacht hast.
Geboren 1964 im Klinikum links der Woog

www.querknipser.de/jkakit
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Beitragvon Woodstock » 16.01.2009, 23:24

Hab's gefunden:

demo_bildung_.jpg
PinKOCHio
demo_bildung_.jpg (18.61 KiB) 859-mal betrachtet

aus der TZ (FNP) Demonstrationen in Frankfurt gegen Koch und Bildungspolitik
Kalorien sind kleine Tierchen, die nachts die Kleidung enger nähen.
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Re: Gerechtigkeit für Hans Roth

Beitragvon jkakit » 16.01.2009, 23:58

Danke, Woodstock!
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Re: Gerechtigkeit für Hans Roth

Beitragvon Nadja Thelen-Khoder » 17.01.2009, 21:03

Sehr geehrte Damen und Herren!

Hiermit möchte ich die Erklärung an die Öffentlichkeit bringen, die Herr Roth zu den Äußerungen von Roland Koch abgibt und bitte Sie hiermit recht herzlich, diese Erklärung möglichst weit zu verbreiten. Im voraus recht herzlichen Dank für Ihre Bemühungen!


"Erklärung von Hans Roth

Der Hessische Ministerpräsident hat kürzlich zwei öffentliche Erklärungen abgegeben, die einen Sach- und Menschenverhalt betreffen, der mit meinem Namen verbunden ist. Die eine lautete, dass er „den Fall nicht kennt“, die andere lautete, dass er den Fall so genau kennt, dass er mit Bestimmtheit sagen kann, ich sei „auf eigenen Wunsch mit Wirkung vom 31. Juli 1979 aus dem hessischen Schuldienst ausgeschieden“.
Beide Erklärungen sind immanent widersprüchlich – und unwahr, wie alle anderen vorhergehenden auch (z.B. die seiner versprochenen Einladung in die Hessische Staatskanzlei, nach meiner Krebs-Operation).

Hierzu erkläre ich: Wahr ist, dass ich immer wieder falsche Fehler gemacht habe, dass ich manchmal „Nein“ gesagt habe, wo Andere „Ja“ sagten, z.B. als Offizier zu den Notstandsgesetzen, als Citoyen zum „Extremisten“-Beschluß, als Sozialist zum „Realen Sozialismus“. So habe ich auch „Nein“ gesagt zu jenem sogenannten „Mogelpaket“, das vorsah, dass Menschen wie ich äußerst fragile Anstellungsverträge fortgesetzt bekamen, wenn sie in den Kuhhandel einwilligten, den Status quo des Berufsverbots zu akzeptieren, also nicht die studierten „Gewissensfächer“ (bei mir Sozialkunde und Ev. Religion) zu unterrichten, und auch niemals eine Klasse zu führen; bei mir wurde zusätzlich verlangt, meine schwer wiegende Klage auf Offenlegung meines – gefälschten – geheimen Dossiers zurückzuziehen. Dies habe ich abgelehnt aus grundsätzlichen politischen und pädagogischen Erwägungen.

Die hessische CDU fand das übrigens damals gut, dass ich das „unsittliche Angebot“ der damaligen SPD-Regierung nicht annahm; sie forderte damals – u.a. auch nach einem Gerichtserfolg – meine sofortige „Wiedereinsetzung in den Status quo ante“ vor meiner „Extremisten“-Typisierung (G. Milde, Fraktionsvorsitzender, schriftlich; H. Geipel, Verfassungsschutzobmann, mündlich); der CDU-Verfassungsschutz-Präsident C. Lochte schrieb mir einen ausdrücklichen Persilschein aus – und bat mich um Verzeihung für das, was mir angetan worden war. Das soeben Gesagte wurde gerichtlich geprüft und blieb unwidersprochen; der Bundespräsident, nach dreijähriger durch seinen Verfassungsexperten, segnete das Ganze schriftlich ab.

Ich bin auf einem Weg gegangen, den ich nicht bereue. Ich bin immer den Verheißungen von Demokratie und Rechtsstaat gefolgt, jetzt 35 Jahre lang: Seit meiner Krebs-Erkrankung bin ich nach den Kriterien des Internationalen Strafrechts-Tribunals ein Fall von „Folter“.

Fortsetzung folgt später.

Hans Roth"

In der Hoffnung, hiermit etwas für Ihn getan zu haben, verbleibe ich
mit freundlichen Grüßen

Nadja Thelen-Khoder
Nadja Thelen-Khoder
 

Re: Gerechtigkeit für Hans Roth

Beitragvon Nadja Thelen-Khoder » 26.01.2009, 20:26

Sehr geehrte Damen und Herren!

Zunächst möchte ich mich ganz herzlich für alles bedanken, was irgend jemand von Ihnen für Herrn Roth tut! Der „Fall“ Roth geht mir wirklich mächtig an die Nieren, und ich kann einfach nicht verstehen, dass es nicht möglich sein soll, diesem vornehmen, netten, gebildeten, sensiblen, älteren und kranken Mann zu seinem Recht zu verhelfen!
In der mehrfach zitierten „ReportMainz“-Sendung sagt Alfred Grosser: »Ich hätte nie gedacht, dass ein Berufsverbot ein Leben lang dauern kann, dass man nicht seinen Beruf ausüben darf, dass man seine beruflichen Einnahmen überhaupt nicht mehr bekommt.« Und später: »Er hat keinen Pfennig bekommen von der deutschen, von der hessischen Regierung. An sich stünde ihm enorme Entschädigung zu!«
Und der ehemalige Bundesinnenminister Gerhart Baum meint a.a.O.: »Herr Roth ist ein Opfer des damaligen Radikalenerlasses. Aber er ist es, so sehr ich den Radikalenerlass auch bekämpft habe, er ist es auch noch zu Unrecht. Er war gar keiner, der unter den Radikalenerlass gefallen wäre.« Und weiter: »Die wichtigste Pflicht des Landes Hessen wäre ihn moralisch zu rehabilitieren. Ihm zu sagen, dass er keinen Grund gegeben hat, ihn als Lehrer abzuweisen.«
Mein Gott, da muß es doch irgend eine Möglichkeit geben, wenn solch hochkarätige Persönlichkeiten, Politologen und Juristen, sich solcher Art äußern!
Immer noch klingt die Aussage von Herrn Ministerpräsident Roland Koch in meinen Ohren:
»Ich glaube nicht, dass es ein ganz so spannender Fall ist. Ich jedenfalls kenne den Vorgang im Augenblick nicht. Punkt.«
Diese „Basta!“-Aussage quält mich unglaublich! Inzwischen habe ich Herrn Roth persönlich kennengelernt, und es macht mich wirklich zu Tode betrübt, einen solchen Verfechter unserer Demokratie, einen solchen Streiter für unsere Republik so vornehm und bescheiden, aber eben auch so behandelt zu sehen.
In den letzten Tagen habe ich mehrfach mit ihm telefoniert. Zunächst war er sich nicht sicher, ob ihm eine Petition lieb wäre oder nicht; ihm selbst verböte sich, in eigener Angelegenheit dahingehend zu handeln.
Inzwischen aber hat er sich entschieden, eine Petition zu begrüßen, wenn sie Andere für ihn einreichen; er selbst habe auch mehrfach für Andere Petitionen eingereicht. Näheres will er in einer weiteren Erklärung mitteilen, die er heute abend auf den Weg bringen will.
Ich kann Ihnen nicht sagen, welche Ehre und Freude es für mich ist, mich weiterhin für ihn und damit für unsere Republik, für unsere freiheitlich-demokratische Grundordnung, für unsere Demokratie und unseren Rechtsstaat einsetzen zu können!
Bitte teilen Sie mir mit, wenn Sie irgendeine wie auch immer geartete Idee haben, was man noch tun könnte, bzw. setzen Sie Ihre Ideen nach Kräften in die Tat um; nach wie vor ist Öffentlichkeit das A und O in einer Demokratie, und die Öffentlichkeit, das sind wir alle!
Es verwenden sich einige Stellen für Herrn Roth (nicht zuletzt Herr Innenminister a.D. Gerhart Baum und Ulrich Neumann von „Report Mainz“); es muß doch möglich sein, Herrn Roth zu helfen und damit dem Recht zu seinem Recht zu verhelfen!
Im voraus für alle Ihre Bemühungen herzlichen Dank!!!
Mit freundlichsten Grüßen
Ihre
Nadja Thelen-Khoder
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Re: Gerechtigkeit für Hans Roth

Beitragvon Nadja Thelen-Khoder » 27.01.2009, 00:01

Sehr geehrte Damen und Herren!
Eben schickte mir Hans Roth seine zweite Erklärung zu, die ich hiermit weitergebe.
Mit freundlichen Grüßen
Nadja Thelen-Khoder




"Erklärung 26.1.2009


Von der Bundestagsfraktion Bündnis 90 / Die Grünen gefragt, ob ich „bereits einmal eine Petition in (m)einer Sache eingereicht“ habe und ob ich mit einer „Petition an den Petitions-Ausschuss des Hessischen Landtags und des Deutschen Bundestages“ einverstanden bin, antworte ich zum einen mit Nein, zum anderen mit Ja. – Ich bitte nicht für mich; ich bat dagegen für andere (Verbotene), so für H. Bastian und S. Gingold im Westen und für W. Biermann und R. Bahro im Osten; auch habe ich einst die „Charta 77“ unterzeichnet, als mein Freund Petr Uhl deren Sprecher war.

Mit einer Petition, eingereicht von der Bundestagsfraktion Bündnis 90 / Die Grünen, wäre ich sehr einverstanden. Sie schlösse sich an an Petitionen von H. Böll und W. Brandt, A. Grosser und H. von Hentig, W. Klafki und U. Klug, S. Mansholt und D. Sölle, K. Traube und G. Wallraff; zuletzt schrieb mein Freund P. Lavigne, einer der letzten noch lebenden Helden der Résistance, als 90-jähriger Christdemokrat der ersten Stunde die beiliegende Petition – aus Anlass einer öffentlichen Einlassung eines christdemokratischen Ministerpräsidenten, die ihn entsetzte.

Mir wäre lieb, wenn bei der geplanten Eingabe zur Sprache käme der Kern meiner geheimen Verfassungsschutzakte: die „Dreyfus-Affäre“ der Umfälschung meiner Person in einen „DKP-Lehrer“, vorgenommen durch eine geheime Organisation der hessischen CDU, die „Aktion 76“; deren Vorsitzender, ein CDU-Abgeordneter, zerrte mich einst an die Öffentlichkeit (s. Anlage). – Der hessische Ministerpräsident, dem ich die 13. bis 15. Ablehnungs-Begründung verdanke und der sich wie ein letzter Mohikaner jener „Aktion 76“ verhält, kann über deren Finanzierung Auskunft geben.

Vielleicht kann die geplante Petition zu meinem Menschen- und Sachverhalt, in dem es nicht nur um ein lebenslängliches Berufsverbot mit Nazi-Formel und um einen Fall von „Folter“ geht, sondern auch um die Achtung des Rechts, zur Rehabilitierung politischen Denkens und Handelns beitragen; im Unterschied zu (para)militärischem Denken und Handeln hat es kein Feindbild, hat es immer Vermittlung, Befriedung, Versöhnung im Hinterkopf.



Hans Roth"
Nadja Thelen-Khoder
 

Re: Gerechtigkeit für Hans Roth

Beitragvon Nadja Thelen-Khoder » 01.02.2009, 00:28

Sehr geehrte Damen und Herren!

Herr Roth hat mir einige Dokumente zugeschickt und bittet um Weitergabe. Nun sind das PDFs, die sich nicht ohne Weiteres in einen Blog einarbeiten lassen. Es handelt sich dabei um

· „Gießener Allgemeine Zeitung“, Zeitungsartikel vom 31.8.1974;
· einen Brief von Professor Dr. Dorothee Sölle vom 15. August 1976;
· eine Erklärung von Günter Wallraff vom 19. Februar 1979;
· Ausschnitte aus einem Brief des damaligen Bundespräsidenten Johannes Rau vom 15. August 2002;
· einen Brief von Alfred Grosser vom 7. Dezember 2008;
· einen Brief von Pierre Lavigne vom 21.12.2008;
· einen Text von Hartmut von Hentig mit dem Titel „Qualität und Qualifikation. Ein Nachwort zum Lehrer Hans Roth“;
· „Frankfurter Rundschau“, Zeitungsartikel vom 12. November 1977 unter dem Titel „Wie man in den Ruch kommt, ein Aussätziger zu sein. Der ehemalige Atommanager Klaus Traube berichtet über den hartnäckigen Kampf des gelernten Lehrers Hans Roth um sein Recht“;
· einen Zeitungsartikel mit dem Titel >Eltern wollten ihr Kind nicht von dem „Kommunisten“ unterrichten lassen<, bei dem leider die Angaben fehlen, wann und wo er erschienen ist.

Da ich sie möglichst breit streuen will, bitte ich Sie hiermit darum, mir im Falle Ihres Interesses eine Email zu schicken an „NadjaThelen-Khoder(at)web.de“, auf die hin ich Ihnen dann die Dateien im Anhang zurückmailen würde. Falls Sie eine bessere Idee haben, teilen Sie mir die bitte auch mit; als Computer-Neuling bin ich für Ratschläge solcher Art sehr dankbar!
Im voraus recht herzlichen Dank für Ihre Bemühungen und Ihr Verständnis!
Ihre
Nadja Thelen-Khoder

Anmerkung: Ich bin dem Wunsch von Frau Thelen-Koder nachgekommen und habe ihre Dokumente als pdf-Datei angefügt. PK
Dateianhänge
HansRoth_Dokumente.pdf
veschiedene Artikel zum Thema
(1.35 MiB) 7-mal heruntergeladen
Zuletzt geändert von PK am 01.02.2009, 18:15, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Aus pdf die versehentlich doppelt eingestellte Seite entfernt
Nadja Thelen-Khoder
 

Re: Gerechtigkeit für Hans Roth

Beitragvon Nadja Thelen-Khoder » 14.02.2009, 14:32

Immer wieder wende ich mich an verschiedene Menschen; hier die Antwort von Sören Bartol, Mitglied des Deutschen Bundestages, Sprecher der Landesgruppe Hessen

„Sehr geehrte Frau Thelen-Khoder,
vielen Dank für Ihr Engagement im Fall von Hans Roth. (...)
Im Gegensatz zu Roland Koch setzt die SPD auf Verantwortung. Wir diskutieren die Praxis der Überprüfung von Bewerbern für den öffentlichen Dienst daher bereits seit längerem. Leider haben wir am vergangenen Sonntag nicht die Regierungsverantwortung in Hessen übernehmen können, doch auch aus der Opposition im hessischen Landtag heraus wird sich die SPD weiterhin mit dem Fall Hans Roth befassen. Ihre Zusammenfassung der Äußerungen von Roland Koch zu dem Fall sowie das Schreiben von Herrn Roth werden dabei sicher von Nutzen sein.
Der Bund hat im Falle von Hans Roth leider kaum Spielraum, denn die Verantwortung für den hessischen Schuldienst liegt beim Land Hessen. Daher werde ich mich an Thorsten Schäfer-Gümbel in seiner neuen Funktion im hessischen Landtag mit der Bitte wenden, sich erneut mit dem Fall Roth zu befassen. Wie Thorsten Schäfer-Gümbel Ihnen bereits über Kandidatenwatch
mitgeteilt hat, wird der Fall intensiv geprüft und dafür werde auch ich mich einsetzen.“
Nadja Thelen-Khoder
 

Re: Gerechtigkeit für Hans Roth

Beitragvon Nadja Thelen-Khoder » 14.02.2009, 14:34

Am 6. Januar 2009 bekam ich einen Brief vom Herrn Ministerpräsident Roland Koch, in dem er mir schreibt: " (...) Es freut mich, daß Sie sich engagiert für die Grundrechte unserer Verfassung und unsere Demokratie einsetzen.
Der Fall Roth ist indessen anders gelagert als Sie denken. Ausweislich der mir vorliegenden Unterlagen ist Herr Hans Roth auf eigenen Wunsch mit Wirkung vom 31. Juli 1979 aus dem hessischen Schuldienst ausgeschieden. Akten und Unterlagen, aus denen sich die näheren Umstände rekonstruieren ließen, sind nicht mehr verfügbar. (...)"
Nun habe ich in dem Buch „Aufrichten oder Abrichten“ von Hans Roth (Frankfurt/M. 1980), das leider nur noch antiquarisch im Buchhandel käuflich zu erwerben ist, einige Dokumente auf den Seiten 53-69 gefunden, die dem Ministerpräsidenten bei der Rekonstruktion der näheren Umstände vielleicht behilflich sein könnten. Bedauerlicherweise kann ich jedoch diese Dokumente nicht mit der Formulierung „auf eigenen Wunsch“ in Einklang bringen.
Und nach wie vor fassungslos bin ich über die Tatsache, daß sich die Liste derer, die sich empört über den „Fall“ Roth äußern, seit Jahrzehnten verlängert (Heinrich Böll, Dorothee Sölle, Alfred Grosser, Gerhart Baum, Wolfgang Klafki, Hartmut von Hentig, Johannes Rau, Hans Koschnick, Klaus Traube, Günter Wallraff - um nur einige zu nennen), während Herr Ministerpräsident Roland Koch in seiner Antwort auch auf Kandidatenwatch.de keinen Grund für weiteres Handeln sieht.
Erst vor einigen Tagen schrieb mir die ehemalige Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser Schnarrenberger: „ (...) vielen Dank für Ihr ausführliches Schreiben und Ihr Engagement für Herrn Roth.
Ich habe die Berichterstattung zu diesem Fall auch gesehen. Es ist erschütternd. Herr Roth hätte wohl nie unter den Radikalerlass fallen dürfen. Ihm wurde sogar von offizieller Seite aus, von Gerichten und Regierungspräsidium, die Verfassungstreue bescheinigt. Ein Berufsverbot hätte, wenn überhaupt, nur ausgesprochen werden dürfen, wenn es stichhaltige Beweise gäbe, die Herrn Roth als politischen Extremisten entlarvt hätten. Diese gab es jedoch nie.
Somit entbehrt das Berufsverbot meiner Auffassung nach den rechtlichen Grundlagen.
Bitte wenden Sie sich doch an den FDP-Landesvorsitzenden in Hessen Herrn Jörg-Uwe Hahn, er ist zugleich auch der hessische Justizminister. Seine Email-Adresse lautet: j.hahn@ltg.hessen.de (...)“
In der Hoffnung, daß unsere Republik einen ihrer überzeugtesten Verteidiger, dem seit Jahrzehnten Unrecht widerfährt, nicht im Stich läßt und ihre wahre Größe durch eine Wiedergutmachung begangener Fehler unter Beweis stellt, verbleibe ich
mit freundlichen Grüßen
Nadja Thelen-Khoder
Dateianhänge
Hans_Roth-Aufrichten_oder_Abrichten_Auszug.pdf
Aufrichten oder Abrichten
(2.96 MiB) 14-mal heruntergeladen
Nadja Thelen-Khoder
 

Re: Gerechtigkeit für Hans Roth

Beitragvon Nadja Thelen-Khoder » 16.02.2009, 00:37

Zunächst meinen allerherzlichsten Dank für Ihr Engagement! Sie können sich gar nicht vorstellen, wie wichtig Ihre Arbeit für mich ist!
Auf Anraten eines anderen Blog-Betreibers habe ich mich auch an Herrn Jens Berger gewandt, und der hat jetzt auch einen Beitrag geschrieben. Und so ist der Schneeball wieder ein Stückchen weitergerollt:
http://aljas.wordpress.com/2009/02/15/h ... telepolis/
In der Hoffnung, daß Sie weiterhin Öffentlichkeit herstellen und dadurch so Gott will Herrn Roth helfen, verbleibe ich mit dankbaren Grüßen
Nadja Thelen-Khoder
Nadja Thelen-Khoder
 

Re: Gerechtigkeit für Hans Roth

Beitragvon Nadja Thelen-Khoder » 20.02.2009, 20:14

In der „Report Mainz“-Sendung vom 1. Dezember 2008, die man jederzeit unter dem Link
http://www.swr.de/report/-/id=233454/di ... index.html
noch einmal ansehen kann, hält Alfred Grosser eine blaue DIN A 4-große hellblaue „Dokumentation zu Hans Roth“ in den Händen, auf der über dem Titel zu lesen steht: „Es gab niemals einen Grund, an Ihrer Verfassungstreue zu zweifeln ...“.
Es ist mir gelungen, diese Broschüre noch einmal aufzutreiben, und ich möchte Sie Ihnen hiermit auch gern zugänglich. Sollte es eine Möglichkeit geben, Sie im Internet zu verlinken, fände ich das großartig!
Im voraus recht herzlichen Dank für Ihre Bemühungen!
Mit freundlichen Grüßen
Ihre
Nadja Thelen-Khoder
Dateianhänge
Dokumetation_zu_Hans_Roth.pdf
Marburger Komitee gegen Berufsverbote
(6.26 MiB) 22-mal heruntergeladen
Nadja Thelen-Khoder
 

Re: Gerechtigkeit für Hans Roth

Beitragvon Nadja Thelen-Khoder » 24.02.2009, 20:41

In der besagten hellblauen Dokumentation befindet sich auf S.33 ein Brief des damaligen Innenministers Gerhart Baum an Prof. Dr. Ulrich Klug vom 30. Oktober 1980 (S.33), in dem er schreibt: „..., vielen Dank für die Dokumentation ‚Geheime Verfassungsschutzakten contra Menschenwürde’ über den Verwaltungsrechtsstreit zwischen Herrn Roth und dem Land Hessen, die Sie mir anläßlich der Podiumsdiskussion in Köln überlassen haben. ... Es geht vor allem um die für den Schutz des Betroffenen ebenso wie für die Arbeit der Verfassungsschutzbehörden wichtige Frage, wie die grundsätzliche Verpflichtung der Verfassungsschutzbehören, nicht erforderliche Unterlagen zu vernichten, konkretisiert werden kann. Die Lösung dieser Frage ist Gegenstand der im BMI anlaufenden Arbeiten zur Vorbereitung einer Novelle zum Verfassungsschutzgesetz des Bundes. Wir warten daher mit Interesse auf die noch ausstehende Entscheidung des Hessischen Verwaltungsgerichtshofes.“
Auch diese Dokumentation habe ich kopieren können, und möchte Sie Ihnen gern zur Verfügung stellen. Wenn man die Dokumentation im Internet verlinken könnte, wäre das wunderbar!
(Die hellblaue Dokumentation ist jederzeit unter dem Link download/file.php?id=133
nachzulesen. Vielen herzlichen Dank dafür!)

Mit den allerfreundlichsten und hoffnungsvollen Grüßen
Nadja Thelen-Khoder

Ergänzung PK (Bereitstellung auf Wunsch von Frau Thelen-Khoder):
Dokumentation: Geheime Verfassungsschutzsachen contra Menschenwürde - eine Dokumentation (13 mb)
Zuletzt geändert von PK am 26.02.2009, 09:49, insgesamt 2-mal geändert.
Grund: Ergänzung pdf-Datei auf Wunsch von Frau Thelen-Khoder
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Re: Gerechtigkeit für Hans Roth

Beitragvon Nadja Thelen-Khoder » 14.03.2009, 16:09

Vielleicht klingt es befremdlich, aber gerade nach dem entsetzlichen Amoklauf in Winnenden ist es mir ein dringendes Bedürfnis, Ihnen vier Seiten aus zwei Büchern von Hans Roth an Herz und Verstand zu legen [und wenn man die Dateien verlinken könnte, wäre ich wieder einmal sehr glücklich!]: S. 48/9 aus „Aufrichten oder Abrichten“ (Frankfurt/M. 1980),
http://aljas.files.wordpress.com/2009/03/aufrichten_oder_abrichten_s48.pdf
und
S. 146/7 aus
„Stumme können selber reden. Praxisberichte aus dem Religionsunterricht an Haupt- und Sonderschulen“ von Wilma Berkenfeld, Leony Peine und Hans Roth, hrsg. von Marie Veit (Wuppertal 1978),
http://aljas.files.wordpress.com/2009/03/stumme_koennen_selber_reden.pdf
das ich auch über den Buchhandel noch antiquarisch erwerben konnte (Jugenddienst-Verlag).
Selbstverständlich liegen die Ursachen für Amokläufe nicht in den Schulen, aber sie könnten so viel mehr Gutes bewirken - und vielleicht eben dadurch doch auch manch Schlechtes, Böses oder Schreckliches verhindern.
Ach, wenn es doch in Deutschland nur mehr von solchen Lehrern wie Hans Roth gegeben hätte bzw. gäbe!
Weiterhin mit hoffnungsfrohen Grüßen
Nadja Thelen-Khoder
Zuletzt geändert von PK am 15.03.2009, 13:24, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Links auf Emailwunsch von Frau Thelen-Khoder ergänzt
Nadja Thelen-Khoder
 

Re: Gerechtigkeit für Hans Roth

Beitragvon Nadja Thelen-Khoder » 14.03.2009, 21:17

Bezugnehmend auf die Antwort des Herrn Ministerpräsidenten Roland Koch, der mir in seinem Brief schrieb, daß Herr Roth „auf eigenen Wunsch … aus dem hessischen Schuldienst ausgeschieden“ sei und „Akten und Unterlagen, aus denen sich die näheren Umstände rekonstruieren ließen, ( ) nicht mehr verfügbar“ seien, möchte ich hiermit eine weitere Dokumentation zur Verfügung stellen. Mein besonderer Dank gilt dem Betreiber von „Aljas Blog“, der die Dokumentation unter dem Link
http://aljas.files.wordpress.com/2008/1 ... schutz.pdf
für jeden jederzeit zugänglich gemacht hat.
Mit freundlichen Grüßen
Nadja Thelen-Khoder
Nadja Thelen-Khoder
 

Re: Gerechtigkeit für Hans Roth

Beitragvon Nadja Thelen-Khoder » 16.03.2009, 02:56

Vielen lieben Dank für das Einstellen der Links! Darf ich Sie noch einmal um etwas bitten?
Ich habe noch eine Broschüre kopieren können, die im Juli 1975 vom Allgemeinen Studentenausschuß der Justus-Liebig-Universität in Gießen herausgegeben wurde, mit dem Titel „Berufsverbot in Hessen. Eine Agitation mit Tatsachen“. Sie enthält viele Zeitungsausschnitte, Schriftwechsel und Aktenzeichen und verstärkt deshalb mein absolutes Unverständnis sowohl der Antworten von Herrn MP Roland Koch („auf eigenen Wunsch … ausgeschieden“ und „Akten und Unterlagen … nicht mehr verfügbar“) als auch der damaligen Vorgänge. Wie kann das nur alles (geschehen) sein?
Diese Broschüre ist jetzt auch unter folgendem Link für jeden jederzeit zugänglich:
http://aljas.files.wordpress.com/2008/1 ... hessen.pdf
Der Blogbetreiber hat sämtliche Dokumente aufgelistet; sie sind alle einzeln verlinkt unter
http://aljas.wordpress.com/2008/12/02/d ... hans-roth/
Dafür noch einmal meinen allerherzlichsten Dank!
In der Hoffnung auf eine möglichst breite Öffentlichkeit für diesen offenkundig unhaltbaren Zustand verbleibe ich
mit hoffnungsfrohen Grüßen
Nadja Thelen-Khoder
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